Skip to content
Home » Wärmeplatte Hühner: Die clevere Wärmequelle für Stall, Aufzucht und Winterkomfort

Wärmeplatte Hühner: Die clevere Wärmequelle für Stall, Aufzucht und Winterkomfort

Pre

In der Geflügelhaltung sind Wärme und Wohlbefinden der Tiere zentrale Faktoren für Wachstum, Gesundheit und Produktivität. Besonders in der Aufzucht von Küken oder in kälteren Jahreszeiten benötigen Hühner eine verlässliche, gleichmäßige Wärme. Eine Wärmeplatte Hühner bietet hier eine elegante Lösung: Sie liefert bodennahe Wärme genau dort, wo die Hennen und Küken sie brauchen, reduziert Zugluft an der Bodenoberfläche und sorgt für eine entspannte, energiesparende Umgebung. In diesem Beitrag erfahren Sie, wie Wärmeplatten funktionieren, welche Typen es gibt, wie Sie die richtige Größe und Leistung wählen, wie Sie die Platte sicher installieren und betreiben sowie welche Vor- und Nachteile im Vergleich zu herkömmlichen Heizquellen bestehen. Ziel ist es, Ihnen eine praxisnahe, gut belegte Orientierung zu geben, damit Ihre Hühner gesünder, ruhiger und produktiver bleiben.

Warum eine Wärmeplatte Hühner eine sinnvolle Investition ist

Geflügelhaltung ist in vielen Regionen stark saisonabhängig. In der Brutzeit und im Winter steigt der Bedarf an Wärme, um Unterkühlung zu vermeiden und das Immunsystem der Tiere zu unterstützen. Eine Wärmeplatte Hühner bietet mehrere Vorteile gegenüber klassischen Heizstrahlern oder offenen Feuerstätten:

  • Gleiche Bodenfläche, keine offenen Flammen: Sicherheit steht an erster Stelle. Die Wärme liegt direkt unterhalb der Haltungsfläche, nicht im Raum, wodurch das Risiko von Unfällen deutlich sinkt.
  • Gezielte Wärme dort, wo sie gebraucht wird: Küken suchen sich aktiv warme Stellen. Die Platte sorgt für eine intuitive, selbstgeregelte Wärmezone.
  • Geringerer Luftzug, bessere Luftqualität: Da die Wärme am Boden erzeugt wird, steigt die Temperatur nicht am gesamten Stall an und es entsteht weniger Staub- und Feuchtigkeitstransport durch warme Luftströme.
  • Energieeffizienz und Kostensenkung: Wärmeplatten arbeiten oft mit moderater Leistung und Thermostaten, was zu einem geringeren Energieverbrauch führt als einzelne Heizstrahler, die den ganzen Raum erwärmen.

Diese Eigenschaften machen die Wärmeplatte Hühner insbesondere für Kükenaufzucht, für Hühnerställe mit kaltem Boden im Winter sowie für Happen- oder Legehennen-Teams attraktiv, die eine konstante, beruhigende Wärme benötigen. Doch nicht jede Situation eignet sich gleichermaßen – daher lohnt sich eine sorgfältige Abwägung von Bedarf, Stallgröße und Taupunkt, bevor Sie sich für eine Lösung entscheiden.

Wie eine Wärmeplatte Hühner funktioniert

Eine Wärmeplatte Hühner besteht aus einer flachen, meist rechteckigen Platte, die eine Heizeinheit unter einer isolierenden, rutschfesten Oberfläche verbaut hat. Die Platte liegt direkt auf dem Stallboden oder wird enganliegend montiert. Die Wärme wird über die Oberfläche an die Hühner abgegeben, während das Innenleben der Platte die Wärme effizient erzeugt und über einen Thermostat kontrolliert.

  • Temperaturregelung: Die meisten Modelle verfügen über einen integrierten Thermostat. Die Zieltemperatur hängt vom Verwendungszweck ab (Kükenaufzucht, Jung- oder Legehennen). Üblicherweise liegt die Oberflächentemperatur bei ca. 25–40 °C, abhängig von dem Alter der Tiere und der Belüftung des Stalls.
  • Wärmefeld und Abstrahlung: Die Platte erzeugt ein sanftes Wärmefeld, das breitflächig wirkt. Das bedeutet, dass mehrere Tiere gleichzeitig eine gleichmäßige Wärmezone nutzen können, ohne dass harte Wärmeinwirkung einzelner Strahlen entsteht.
  • Stromversorgung und Sicherheit: Die meisten Wärmeplatten sind mit einer robusten Anschlussleitung versehen, oft mit einem Stoß- oder Abriebschutz. Viele Modelle besitzen eine IP-Schutzklasse, die sie gegen Feuchtigkeit und Staub schützt. Geeignet sind sie für den Einsatz in Stallräumen, sofern eine sichere Kabelführung gewährleistet ist.

Wichtig ist, dass die Wärmeplatte nicht als alleinige Heizquelle gedacht wird, sondern als ergänzende Wärmefläche. In den ersten Lebenstagen der Küken reichen 25–30 °C Umgebungstemperatur aus, während die Oberflächentemperatur der Platte entsprechend angepasst wird. Mit zunehmendem Alter der Tiere sinkt der Wärmebedarf sukzessive, wodurch sich die Platte besser für längere Nutzung eignet, ohne Überhitzung zu riskieren.

Unterschiedliche Typen und Materialien

Wärmeplatten Hühner gibt es in mehreren Ausführungen. Die Wahl hängt von Stallgröße, Einsatzbereich (Aufzucht vs. adulte Hühner), Feuchte- und Staubverhältnissen sowie Sicherheitsaspekten ab. Hier eine Übersicht über gängige Typen und Materialien:

  • Elektrische Bodenmatten (Warmmatten): Diese Matten sind großflächig, oft aus robustem Kunststoff gefertigt, und verfügen über eine isolierte Keil- oder Trägerschicht. Sie eignen sich gut, um Küken in einer Aufzuchtbox warmzuhalten oder ältere Hühner auf dem Stallboden zu unterstützen.
  • Rund- oder rechteckige Wärmeplatten: Spezielle Plattenformate optimieren die Verteilung der Wärme in der Nähe des Bodens. Sie sind oft mit rutschfester Oberfläche versehen, damit die Tiere auch bei feuchtem Boden sicher laufen können.
  • Integrierte Thermopaltten mit Abdeckhaube: Manche Modelle kommen mit einer Schutzabdeckung, die das Berühren mit Nägeln oder Krallen verhindert und das Risiko der Staubaufnahme reduziert.
  • IP-Schutz und wasserfeste Bauweise: Für Stallräume mit hoher Luftfeuchtigkeit sind Modelle mit erhöhtem IP-Wert sinnvoll, damit die Elektronik geschützt bleibt.

Materialien reichen von Kunststoff, Keramik bis hin zu hitzebeständigen Verbundstoffen. Wichtig ist eine glatte, rutschfeste Oberfläche, damit Küken und Hühner sauber gehen können, ohne auszurutschen. Für Küken ist eine Oberflächentemperatur von 30–35 °C ideal, während ältere Hühner meist weniger Wärme benötigen und bei 20–25 °C komfortabel bleiben können, vorausgesetzt die Lufttemperatur ist entsprechend angepasst.

Sicherheit, Hygiene und Wartung der Wärmeplatte Hühner

Die Sicherheit hat bei Heizsystemen in Stallungen höchste Priorität. Eine Wärmeplatte Hühner sollte robust gegen Rohrschnitte, Nageaktivität und Feuchtigkeit sein. Hier sind zentrale Sicherheitsaspekte und Hygienemaßnahmen:

  • Richtige Verlegung der Kabel: Verlegen Sie Kabel sicher, verwenden Sie Kabelkanäle oder Schutzrohre, damit Krallen oder Schnäbel sie nicht beschädigen können. Vermeiden Sie freiliegende Leitungen im Bereich, in dem die Tiere laufen oder schlafen.
  • Feuchtigkeits- und Dampfschutz: Stallboden sollte sauber und frei von stehender Feuchtigkeit sein. Tropfnahe Bereiche sollten bedacht werden, denn Feuchtigkeit kann die Lebensdauer der Platte beeinträchtigen und die Wärmeleistung verringern.
  • Schutz vor Verschmutzung: Wählen Sie eine Platte mit kratzfester Oberfläche, die sich einfach reinigen lässt. Regelmäßige Reinigung verhindert Schleimhäute-Reizungen und reduziert das Risiko von Krankheiten.
  • Automatische Abschaltung bei Überhitzung: Gute Modelle verfügen über Temperaturregulierung und ggf. eine Notabschaltung. Das schützt sowohl Tiere als auch die Anlage.
  • Regelmäßige Inspektion: Prüfen Sie Verbindungen, Thermostat und das Gehäuse regelmäßig. Lockere Schrauben, Risse oder Ablagerungen können Sicherheitsrisiken darstellen.
  • Brandschutz: Verwenden Sie geprüfte Anschlussgeräte, FI-Schutzschalter (Fehlerstromschutz) in Bereichen mit Feuchtigkeit und achten Sie auf eine ordnungsgemäße Belüftung im Stall, damit sich keine Kondensfeuchtigkeit bildet.

Hygiene ist ebenfalls entscheidend. Halten Sie die Platte frei von Kot, Staub und Ammoniak, da diese Substanzen die Oberfläche angreifen und die Wärmeleistung beeinträchtigen können. Eine regelmäßige Reinigung mit mildem Reinigungsmittel und Wasser (unter Beachtung der Herstellerangaben) reicht in den meisten Fällen aus.

Auswahl der richtigen Wärmeplatte für deinen Hühnerstall

Die richtige Wärmeplatte zu wählen, erfordert eine klare Einschätzung des Bedarfs, der Stallgröße und der Tierzahl. Hier sind praxisnahe Kriterien, die helfen, die Entscheidung zu erleichtern:

  • Tieralter und -bedarf: Für Küken bis ca. 2–6 Wochen empfiehlt sich eine höhere Oberflächentemperatur (ca. 30–35 °C). Für ältere Hühner genügt oft 20–25 °C. Planen Sie eine optionale, schrittweise Reduktion der Wärme über die Wochen.
  • Stallgröße und Wärmebedarf: Je größer der Stall, desto eher ist eine breite Wärmeplatte sinnvoll, die großflächig Wärme abgibt. Für kleinere Ställe reichen oft 45×60 cm große Platten aus, größere Ställe benötigen mehrere Einheiten oder größere Formate.
  • Standort im Stall: Die Platzierung sollte dort erfolgen, wo die Hühner viel Zeit verbringen – in der Nähe von Schlaf- oder Nestbereichen, aber mit genug Abstand zu Futter- oder Wasserstellen, um Stauungen zu verhindern.
  • Isolierung und Luftbewegung: Eine gut isolierte Umgebung reduziert den Wärmeverlust und erhöht die Effizienz. Gleichzeitig sollte der Stall nicht zu stark belüftet sein, damit keine Zugluft entsteht, die die Wirkung der Wärmeplatte reduziert.
  • Temperatursteuerung: Modelle mit integriertem Thermostat erleichtern die Handhabung und helfen, Temperaturschwankungen zu minimieren. Bei größeren Anlagen kann eine externe Thermostatsteuerung sinnvoll sein, um mehrere Platten zentral zu regeln.
  • Qualität und Garantie: Setzen Sie auf zuverlässige Marken mit Sicherheitsstandards und guter Kundendienstunterstützung. Eine längere Garantie ist oft ein Indikator für Langlebigkeit.

Zusammengefasst: Für Aufzuchtboxen oder Kleinstallungen sind kleinere, temperaturgesteuerte Wärmeplatten ideal. Für größere Läufe in Zucht- oder Legehennenbetrieben können mehrere Platten in strategischen Bereichen installiert werden, um eine gleichmäßige Wärmezone zu schaffen.

Installation und Platzierung im Stall

Die Platzierung der Wärmeplatte Hühner ist entscheidend für den Erfolg. Eine falsche Montage kann zu Überhitzung, ungleichmäßiger Wärmeverteilung oder Sicherheitsrisiken führen. Hier einige bewährte Schritte:

  • Positionierung: Legen Sie die Platte so, dass sie eine zentrale Wärmezone bildet, die mehrere Tiere erreichen können. Vermeiden Sie direkte Sonneneinstrahlung oder Tränkenähe, die Kondensation begünstigen könnte.
  • Höhe und Abstand: Die Platte sollte bodennah installiert werden, idealerweise direkt auf dem Boden oder sehr nah am Boden, damit Küken und Hühner eine bequeme Kontaktfläche haben. Ein geringer Abstand zur Wand oder zu Hindernissen verhindert Zugluft und sorgt für stabile Temperaturen.
  • Sicherheitsschicht: Falls möglich, legen Sie eine rutschfeste, abwaschbare Oberfläche über die Platte oder verwenden Sie eine Fachbegrenzung, damit die Tiere nicht versehentlich über die Kante treten.
  • Elektrische Anschlüsse: Nutzen Sie geprüfte Stromleitungen und schützen Sie Kabel mit geeigneten Kanälen oder Kabelschutzhüllen. Wenn der Stall feucht ist, setzen Sie FI-Schutzschalter und verwenden Sie wasserdichte Stecker.
  • Thermostat-Position: Das Thermostat sollte außerhalb des direkten Stallklimas platziert sein oder auf einem trockenen Bereich, damit es zuverlässig misst und nicht durch Kondensation beeinträchtigt wird.

Eine gute Praxis ist es, die Wärmeplatte zunächst in einem kleineren Bereich zu testen, bevor mehrere Platten in einem großen Stall installiert werden. So erkennen Sie frühzeitig eventuelle Schwachstellen in der Wärmeverteilung oder der Kabelführung.

Betriebskosten, Energieeffizienz und Umweltaspekte

Eine Wärmeplatte Hühner kann bei richtiger Anwendung energieeffizient arbeiten, insbesondere wenn sie als Teil eines Mehrzonen-Systems genutzt wird und durch Thermostate gesteuert wird. Wichtige Aspekte:

  • Leistung in Watt: Typische Platten liegen je nach Größe und Zielgruppe im Bereich von 40 bis 150 Watt. Küken benötigen tendenziell niedrigere Wattzahlen, Erwachsene Hühner nutzen tendenziell weniger, falls die Umgebungstemperatur bereits moderat ist.
  • Temperatursteuerung: Ein Thermostat verhindert Überhitzung und spart Energie, da die Platte nur dann Wärme abgibt, wenn sie wirklich benötigt wird.
  • Verluste minimieren: Eine gute Isolation des Stallbodens verringert Wärmeverluste. Dünne Dämmungen oder kalte Fußböden ziehen Wärme schnell ab.
  • Zeitliche Planung: Bei extrem kalten Nächten kann eine zeitgesteuerte Regelung sinnvoll sein, um Energie nur in den Spitzenzeiten zu verwenden.
  • Umweltaspekte: Weniger Energiebedarf bedeutet weniger CO2-Emissionen. Zudem reduzieren warme Flächen an der Bodenebene Zugluft und Feuchtigkeit, was insgesamt zu einer besseren Stallbelüftung beiträgt, ohne dass der gesamte Stall beheizt werden muss.

Berücksichtigen Sie saisonale Anpassungen und prüfen Sie regelmäßig, ob der Energieverbrauch im Verhältnis zum Nutzen steht. Eine gut dimensionierte Wärmeplatte kann langfristig Kosten sparen, da Küken schneller wachsen, Krankheiten seltener auftreten und die Futterverwertung besser ist.

Pflege, Reinigung und Wartung

Pflege und Wartung sind essenziell, um die Lebensdauer der Wärmeplatte Hühner zu verlängern und die Sicherheit zu garantieren. Folgende Schritte helfen:

  • Reinigung: Reinigen Sie die Oberfläche regelmäßig mit einem feuchten Tuch und milder Seifenlösung. Vermeiden Sie scharfe Lösungsmittel, die das Material angreifen könnten. Achten Sie darauf, die Platte vollständig trocken zu lassen, bevor sie wieder eingeschaltet wird.
  • Überprüfung der Elektrik: Prüfen Sie Kabel, Stecker und Schutzschirme regelmäßig auf Risse oder Abnutzung. Ersetzen Sie beschädigte Komponenten umgehend.
  • Thermostat prüfen: Kalibrieren oder prüfen Sie das Thermostat regelmäßig, damit es die gewünschte Temperatur zuverlässig hält. Falls Temperaturabweichungen auftreten, suchen Sie nach Fehlstellen in der Verkabelung oder Feuchtigkeitseintritt.
  • Rutschhemmung und Oberflächenzustand: Falls die Oberfläche verschlissen ist oder Rutschgefahr entsteht, ersetzen Sie die Platte oder legen Sie eine neue rutschfeste Abdeckung auf.

Trennen Sie die Stromzufuhr vor jeglicher Reinigung oder Wartung. Sicherheit geht vor – insbesondere in Stallungen, in denen Tiere ständig unter der Wärmeplatte wechseln und sich auf dem Boden bewegen.

Praxisberichte und Anwendungsbeispiele

Um Ihnen eine realistische Orientierung zu geben, finden sich hier Beispiele aus unterschiedlichen Betrieben und Einsatzszenarien. Die Bandbreite reicht von Hobby-Halterungen bis zu kleinen, familiären Geflügelbetrieben:

  • Kükenaufzucht in der Box: In einer 1,5 m x 1 m Aufzuchtbox sorgt eine Wärmeplatte Hühner in der Größe 50×60 cm für eine klare Wärmezone. Die Oberflächentemperatur wird auf etwa 32 °C eingestellt, während die Umgebungstemperatur in der Box auf 28–30 °C gehalten wird. Die Küken finden schnell ihr warmes Platzziel und zeigen weniger Zittern als ohne zusätzliche Wärme.
  • Kleiner Hühnerstall im Winter: In einem Stall von ca. 6 m x 4 m wird eine Wärmeplatte Hühner als zentrale Wärmefläche unterhalb der Schlafliegen installiert. Die Anlage läuft über Nacht, um Zugluft zu reduzieren und den Hühnern eine bequeme Ruhezone zu bieten. Die Energieaufnahme bleibt moderat, da die Lufttemperatur im Raum bereits moderat gehalten werden kann.
  • Großstall mit mehreren Einheiten: In einem kleinen Betrieb mit 120 Hühnern werden vier Platten in unterschiedlichen Zonen installiert. So entsteht eine gleichmäßige Wärmeverteilung über den ganzen Stall, wodurch keine einzelnen Tiere überhitzt werden und die Fress- und Ruhebereiche gleichermaßen genutzt werden.

Die Praxis zeigt, dass Wärmeplatten Hühner besonders wirksam sind, wenn sie als Teil eines Gesamtkonzeptes eingesetzt werden – inklusive Belüftung, Feuchtigkeitsmanagement und sorgfältiger Stallhygiene. In vielen Fällen wird dadurch der Wärmebedarf des gesamten Stalls reduziert, während die Gesundheit und das Wohlbefinden der Tiere gesteigert werden.

Wärmeplatte Hühner vs. alternative Heizsysteme

Beim Aufbau eines Wärme- und Wärmequalitätskonzepts im Stall treten regelmäßig Vergleiche mit herkömmlichen Heizsystemen auf. Hier eine Gegenüberstellung der wichtigsten Optionen:

  • Wärmeplatte Hühner vs. Heizstrahler: Heizstrahler liefern oft eine intensive, punktuelle Wärme. Sie erzeugen jedoch mehr Luftfeuchtigkeit, Staubaufkommen und kann zu Konflikten innerhalb des Stallklimas führen, wenn nur ein Bereich des Stalls erhitzt wird. Wärmeplatten bieten eine gleichmäßigere, bodennahe Wärmezone, die von mehreren Tieren genutzt wird.
  • Wärmeplatte Hühner vs. Infrarotstrahler: Infrarotstrahler arbeiten ähnlich wie Heizstrahler, liefern jedoch meist eine intensivere Wärme auf eine bestimmte Fläche. Ihnen kann eine Überhitzung von Tieren in direkter Nähe drohen, wenn kein Temperaturmanagement vorhanden ist. Wärmeplatten dagegen arbeiten moderater, was das Risiko von Überhitzung reduziert.
  • Wärmeplatte Hühner vs. Wärmematten für Küken: Für Küken eignen sich flexible, temperaturgesteuerte Wärmematten oft besonders gut. Sie ähneln der Wärmeplatte, unterscheiden sich aber teils in Form, Größe und Befestigung. Grundsätzlich bleiben beide Lösungen bodennah wirkend und schonen die Luftqualität.

Beide Alternativen haben ihre Daseinsberechtigung – die Wahl hängt von Stallstruktur, Tieralter, Arbeitsaufwand und Kosten ab. In vielen Fällen lässt sich die beste Lösung durch eine Kombination aus Wärmeplatten und anderen, regelbaren Heizsystemen erreichen, um kontrollierte, tiergerechte Bedingungen zu schaffen.

Häufige Fehlentscheidungen und wie man sie vermeidet

Wie bei jeder Heizung im Stall gibt es typische Fehler, die zu suboptimalen Ergebnissen oder Sicherheitsrisiken führen können. Vermeiden Sie folgende Punkte:

  • Zu kleine Wärmefläche: Eine zu kleine Platte kann dazu führen, dass Tiere sich überhitzen oder nicht ausreichend Wärme finden. Wählen Sie Größe und Leistung entsprechend der Tierzahl und dem Alter.
  • Unzureichende Temperatursteuerung: Ohne Thermostat schwankt die Temperatur stark. Ein zuverlässiger Thermostat ist Pflicht für eine stabile Umgebung.
  • Ungleichmäßige Verteilung: Eigentlich alle Tiere benötigen Wärme, die gleichmäßig verteilt ist. Vermeiden Sie Hotspots, indem Sie eine Standfläche wählen, die sich breitflächig nutzen lässt.
  • Schlechte Kabelführung: Offene Kabel laden zu Nagen und Sturzgefahr ein. Verwenden Sie Kabelkanäle, Schutzrohre und sichere Stecker.
  • Unzureichende Feuchtigkeitskontrolle: Feuchtigkeit schädigt die Bauweise und reduziert die Effektivität. Achten Sie auf gute Belüftung und Bodenfeuchte.

Wenn Sie diese Punkte berücksichtigen, können Sie die Leistungsfähigkeit Ihrer Wärmeplatte Hühner maximieren und gleichzeitig das Risiko von Problemen minimieren.

FAQ rund um Wärmeplatte Hühner

Im Folgenden finden Sie häufig gestellte Fragen, kompakt beantwortet:

  • Für welche Altersstufen ist eine Wärmeplatte geeignet? Hauptsächlich für Kükenaufzucht (0–6 Wochen) und als ergänzende Wärmequelle für Jung- sowie Legehennen in sehr kalten Nächten. Bei Küken ist die Oberflächentemperatur besonders wichtig, während junge und erwachsene Hühner weniger Wärme benötigen.
  • Wie wähle ich die richtige Größe? Berücksichtigen Sie die Anzahl der Küken oder Hühner, die gleichzeitig in der Nähe der Platte stehen. Planen Sie pro Tiergruppe eine gewisse Fläche, damit sich mehrere Tiere gleichzeitig aufwärmen können.
  • Wie viel Strom verbraucht eine typische Wärmeplatte? Die Werte variieren stark, liegen aber oft zwischen 40 und 150 Watt. Bei größeren Platten kann der Verbrauch insgesamt höher sein, jedoch durch Thermostatsteuerung reduziert werden.
  • Ist eine Wärmeplatte gefährlich? Bei korrekter Installation und Nutzung ist das Risiko gering. Achten Sie auf Schutzschalter, ordnungsgemäße Kabelführung, feuchtegeeignete Steckverbindungen und regelmäßige Wartung.
  • Kann ich Wärmeplatten auch in feuchten Stallbereichen verwenden? Ja, aber nur bei Produkten mit ausreichendem IP-Schutz und entsprechender Bauweise. Veredelungen durch wasserdichte Abdeckungen und gute Isolation sind sinnvoll.

Schlussgedanken: Die richtige Balance finden

Eine Wärmeplatte Hühner ist eine durchdachte Investition, die in vielen Stallkonzepten sinnvoll eingesetzt werden kann. Von der behutsamen Aufzucht der Küken bis zur Winterunterstützung älterer Hühner bietet sie eine bodennahe, sanfte Wärmequelle, die das Wohlbefinden der Tiere deutlich erhöhen kann. Der Schlüssel liegt in einer durchdachten Planung: passende Größe, sichere Installation, zuverlässige Temperaturregelung und regelmäßige Wartung. Wenn Sie diese Bausteine berücksichtigen, schaffen Sie eine sichere, energiesparende und tiergerechte Umgebung für Ihre Hühner – und profitieren zugleich von gesunden, produktiven Tieren und zufriedenen Haltern.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Die Wärmeplatte Hühner ist eine effektive Lösung, die Wärme dort bietet, wo Geflügel sie am meisten braucht – direkt am Boden, dort, wo Küken und Hühner stehen, schlafen und ruhen. Mit sorgfältiger Planung, sicherer Installation und regelmäßiger Wartung wird diese Wärmequelle zu einem verlässlichen Bestandteil Ihres Stallbetriebs, der Gesundheit, Wachstum und Wohlbefinden Ihrer Hühner nachhaltig unterstützt.